Neue Funktionen, Facebook und der ganze Rest

Nachdem die Grundlagen von Call-a-Rep, unserer App für iPhone zur politischen Kommunikation, stehen, geht es eigentlich Schlag auf Schlag: Der Code und die Funktionen wachsen weiter in alle Richtungen. Nahezu 15.000 Zeilen Code sind jetzt zusammengekommen.

Wir hatten bereits zum Zeitpunkt des letzten Posts hier im Entwicklerblog die Funktion, einen direkt gewählten Bundestagsabgeordneten anzurufen oder ihr bzw. ihm zu schreiben. Der Clou hier war die Verbindung von geographischen Informationen den Wahlkreis abzufragen. Jetzt haben wir auch die fachpolitischen Ausschüsse, wie etwa Bildung oder Arbeit und Soziales, in die Suche integriert. D.h. neben lokalen/regionalen Fragen und Problemen dient Call-a-Rep jetzt auch als unkomplizierter direkter Draht zur Ressortpolitik.

Die Welt wächst zusammen. Dennoch bleibt die demokratische Vertretung im internationalen Bereich schwammig – wie im Fall des Europaparlaments – bis nicht vorhanden. Dennoch soll Call-a-Rep auch außerhalb Deutschlands einen Nutzen bringen. Darum zeigt die App bspw. in Prag keinen Politiker aus Passau, sondern die deutsche Botschaft etwa 500m südlich der Prager Burg mit Adresse, Telefonnummer und email-Adresse.

Neben dem Anrufen oder email-Schreiben soll Call-a-Rep auch öffentliche Kommentare erlauben. Der erste Schritt war für uns, die App an Facebook anzubinden. Obwohl Facebook es uns als Entwicklern programmiertechnisch einfach macht, erfordert der Datenschutz dann doch mehr Arbeit. Es gibt viel, was wir von unseren Nutzern nicht wissen wollen. Unser Ziel ist es, den Nutzern die tatsächliche Kontrolle über die von ihnen gegebenen Informationen zu garantieren.

Zusätzlich sind wir jetzt im Austausch mit möglichen Kooperationspartnern, mit denen wir gemeinsam den bereits existierenden Austausch mit Abgeordneten im Internet „mobil“ machen können. Das heisst u.a., dass Falko Blumenthal jetzt Projektpräsentationen erstellt und Telefonnummern raussucht, währen Julian Asamer weiter am Coden ist und Michelle Krack über den User Interface-Konzepten sitzt.

Advertisements

Sowas wie ein Richtfest

Wie die Maurer und Zimmerer feiern, wenn der Giebel steht, konnten wir jetzt feiern, das die Fundamente stehen und die groben Strukturen unserer iPhone/iPod App stehen.

Bei Call-a-Rep geht es darum, Mitglieder des Bundestages unproblematisch und direkt erreichen zu können. Der dazu notwendige Crawler wurde jetzt nach wochenlanger Detailarbeit von Julian Asamer fertig gestellt. Die verschiedensten Varianten von Web site-Inhalten sind jetzt ständig aktualisierbar und kompakt  darstellbar.
Außerdem gibt es jetzt Fortschritt bei der Verbindung von Geodaten und den einzelnen Abgeordneten der Wahlkreise. Hier müssen kartographische Informationen ausgelesen werden, Projektionsdaten und Adresseingaben in Längen- und Breitengrade aufgelöst werden und das alles dann den Volksvertretern zugeordnet werden. Hier haben wir einiges an Unterstützung von Jakob Egger, einem freien Programmierer und Studenten an der Johannes-Kepler-Universität Linz, erhalten. Julian und Jakob haben gemeinsam einige Tücken des Geocoding gemeistert.
Zuletzt sind wir auch noch einige große Schritte bei der App selbst weitergekommen. Die grundsätzlichen Funktionen und das Konzept der Benutzeroberfläche stehen jetzt. Jetzt geht es darum, die vielen Puzzleteile auf dem Server und in der App zusammenzubauen und aufeinander abzustimmen. Vor Allem geht es uns jetzt aber um das Design der App und ihrer Benutzeroberfläche. Dafür können wir aber auf unseren immer noch wachsenden Pool von Unterstützern und Freelancern zugreifen.

Qualitätsziele: Aktuell, stabil und unkompliziert

Wir melden uns zurück aus der Sommerpause. Auch wenn es hier so aussieht, als wenn anderthalb Monate nichts geschehen wäre, waren wir
nicht unproduktiv. Falko Blumenthal war in Lettland und Bayern unterwegs um neue Projekte zu entwickeln. Julian Asamer war in Österreich fleißig am Code schreiben, ausprobieren und suchen. Dazu hat auch noch unser Leben und Lernen stattgefunden, vom Grillen zum Renovieren, von theoretischer Informatik zur politischen Systemlehre.

Von vornherein ist Call-a-Rep auf Aktualität der Informationen ausgelegt. Wir stellen kein Telefonbuch zusammen sondern nutzen das Internet um sämtliche Kontaktdaten und Fakten aktuell und wahrheitsgemäß zu halten. Dieser Anspruch bedeutet natürlich viel Arbeit. Die  verschiedensten Webseiten und Formate müssen gecrawlt, d.h. maschinell durchsucht, werden. Die unterschiedlichen Informationen und Quellen  müssen berücksichtigt werden. Jetzt sind wir soweit, einfach und übersichtlich die Kontaktinformationen der direkt gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf dem Bildschirm darzustellen. Und das über Wahlperioden und Veränderungen in der Politik hinweg. Hier ist Julian dabei, dem Crawler den letzten Schliff zu verpassen.

Der besondere Clou von Call-a-Rep ist natürlich die automatische Verbindung von Ort bzw. Adresse und dem zuständigen Politiker. Das heisst, es geht demnächst um Geodaten und Wahlkreisgrenzen. Wieder ist unsere Aufgabe, vorhandene aber getrennte Informationen zusammenzubringen und damit nützlich und einfach handhabbar zu machen. Viel, viel Rechnerei passiert, damit am Schluss der Benutzer auf Knopfdruck sich an seinen oder für den jeweiligen Ort verantwortlichen Parlamentarier wenden kann.

Der Schlussstein der Application wird das Programm selbst sein, dass ihr dann beim iTunes Store runterladen könnt. Dank der graphischen und konzeptionellen Arbeit von Michelle Krack haben wir ein grundlegendes Design und das Logo. Es wird darum gehen, eine einfach zu bedienende Oberfläche herzustellen, die wirklich politische Kommunikation anregt statt einfach Zeit und Nerven zu kosten.